Design Deutschland – 80 years of Made in Germany, Tokio 2006

Den Auftakt der Reihe bildete die Ausstellung „Design Deutschland – 80 years of Made in Germany“ während des Deutschland-in-Japan-Jahres 2006 im Mori Arts Center in Tokio. Die Schau, die einen Bogen von der Designgeschichte über die Gegenwart bis zur Rezeption der Merkmale deutschen Designs in der Arbeit internationaler Designer spannte, reihte sich damit nach der Design-Exposition zur Weltausstellung in Osaka 1970 und der Welt-Designausstellung in Nagoya 1989 in die Tradition großer deutscher Design-Präsentationen in Japan ein. Mit originalen Stahlrohrmöbeln der Bauhaus-Ära bis hin zu aktuellen deutschen Entwürfen aus den Bereichen Produkt- und Kommunikationsdesign wurden die Vielfältigkeit und gleichzeitig die wiederkehrenden Merkmale in der Entwicklung des deutschen Designs aufgezeigt. Durch das Zusammentragen verschiedener Sammlungen sowie durch die Unterstützung zahlreicher deutscher Unternehmen zeigte die Schau erstmals in einem gemeinsamen Kontext die über 80jährige Erfolgsgeschichte des deutschen Designs. Die Konzeption, bewusst auf Ikonen zu setzen und an Hand ihrer innovativen Qualitäten die Identität deutschen Designs über die Jahrzehnte nachzuerzählen, zielte dabei auch auf die Konsumfähigkeit der Exponate. Der überwiegende Teil der gezeigten Objekte wird immer noch in gleicher oder nur leicht veränderter Form hergestellt und ist weltweit erhältlich.

Weltmeister - Design Deutschland 2006

Weltmeister Design Deutschland

Seine logische Fortsetzung fand die Ausstellungsreihe mit einer Präsentation während der Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland, die der Rat für Formgebung in Kooperation mit dem Magazin der Süddeutschen Zeitung unter dem Titel „Weltmeister Design Deutschland“ im Münchner Haus der Gegenwart zeigte. Die Ausstellung präsentierte ein Spektrum von circa 150 Alltagsobjekten und Einrichtungsgegenständen, deren Design sowohl in Deutschland als auch international Maßstäbe gesetzt hat. Von Möbelklassikern wie dem Korbsessel von Egon Eiermann und dem Sitzmöbel Chaos von Konstantin Grcic über die Handkehrmaschine von Kärcher oder den Salz- und Pfefferstreuer Max und Moritz von WMF bis hin zur Odol-Flasche und der Kinderschokolade wurden Gegenstände präsentiert, die das Leben, Wohnen und Arbeiten der Deutschen prägen. Den Münchner Besuchern und den internationalen Gästen, die während der Weltmeisterschaft München besuchten, bot das Haus der Gegenwart ein einzigartiges Ausstellungsformat: Die Inszenierung fand nicht wie in einem Museum statt, sondern in einer Wohnwelt mit fünf Räumen, in der eine Familie mit zwei Kindern leben könnte.  

 

© Fotos: Goethe Institut New Delhi