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Best of Best

Accessories & Tuning

Audi A1 Clubsport quattro

Showcar

 

Unternehmen: AUDI AG - www.audi.de

Design: AUDI AG

 

Der Audi A1 Clubsport quattro zeigt, wie ein Designteam alle wichtigen Attribute des Rennsports in einem Straßen-Automobil versammeln kann, ohne damit nur martialisch zu wirken, sondern auch noch dynamisch elegant. Front-, Heck- und Dachspoiler, der Abtrieb erzeugende Unterboden-Diffusor, die Turbo-Felgen zur Bremsenkühlung und die Auspuffanlage mit der dicken Sidepipe stellen den genetischen Code der Vollgas-Familie unübersehbar zur Schau. Auch das Interieur hält mit: Schlaufen als Türöffner, die Klaviatur der Kippschalter, ausgewählte Akzentuierungen durch die Rennfarbe Rot. Passend dazu eine brillante Motor-Optik – am liebsten würde man im A1 Clubsport nur noch mit offener Haube fahren, um zu zeigen, wie schön Technik sein kann.

 

Jurybegründung Malte Jürgens

Architecture & Events

Audi – Area1

Roadshow Audi A1 2010

 

Unternehmen: AUDI AG - www.audi.de

Design: Schmidhuber + Partner - www.schmidhuber.de | Mutabor Design - www.mutabor.de

 

Der Jury gefielen an dem Wettbewerbsbeitrag insbesondere drei Faktoren. Erstens die Idee, mit dem Produkt Audi A1, einem kleinen, wendigen Stadtauto, zum anvisierten Kunden in die Zentren der wichtigsten Europäischen Städte zu kommen. Dies ist zwar – zugegebenermaßen – Roadshow immanent, wurde hier aber ganz besonders ereignisreich und klug gelöst. Zweitens die Modularität der Architektur, die an eine extrudierte Form des Audi Plakettengrills erinnert. Ihre Skalierbarkeit auf die verschiedenen Gegebenheiten und ihre Addierbarkeit entsprechend den Platzverhältnissen in den besuchten Innenstädten. Drittens die teils sachlich, produktbezogene, teils poetisch zielgruppen- oder ortsbezogene Bespielung der Raummodule mit verschiedenen Inhalten.

 

Jurybegründung Dietmar Mühr

 

Architecture & Events

Porsche Museum, Stuttgart

Museums- und Medienkonzept, Ausstellungsgestaltung

 

Unternehmen: Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG - www.porsche.de

Design: hg merz architekten museumsgestalter - www.hgmerz.com

 

Im vergangenen Jahrzehnt hat sich die Welt der Auto-Museen in Deutschland dramatisch erändert. Nach der Autostadt, dem Mercedes-Benz Museum oder der BMW Welt wird wahrscheinlich nie wieder in einer solch kurzen Zeit, eine solche Vielzahl von beeindruckenden Markenerlebniswelten entstehen. In diesem Zusammenhang gelingt es dem Porsche Museum meisterhaft, sich in der dramatisch-dynamischen Architektur von Delugan-Meissl mit einem eigenen, logischen Ausstellungskonzept zu differenzieren: „Porsche pur“. Ohne dass die Autos in einen Kontext von Artefakten ihrer Zeit eingebettet werden, müssen sie für sich sprechen – beinahe wie Skulpturen. Gleichzeitig wird das Produkt aber nicht künstlich überhöht, wird keine Distanz aufgebaut. Dem Besucher ist es jederzeit möglich, ganz nahe an das bewunderte Ausstellungsstück heranzutreten. Das Ausstellungskonzept vermeidet so jede Gefahr von Musealität.

 

Jurybegründung Dietmar Mühr

Audiovisual & Digital

Porsche – Thank you. A 1,000,000 times.

Webspecial

 

Unternehmen: Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG - www.porsche.de

Design: Bassier, Bergmann & Kindler Digital Sales and Brand Specialists Ludwigsburg GmbH - www.bb-k.com

 

Social Media Projekte sind in aller Munde. Der Jury gefiel aber an dem Wettbewerbsbeitrag, dass es Porsche gelungen ist, durch die Beklebung eines Fahrzeugs mit seinen 1 Million Facebook-Fans, das ansonsten virtuelle Medium zu  "materialisieren". Durch die intelligente Suchfunktion auf einer Internet-Microsite kann der Fan seinen Namen auf dem Fahrzeug sogar wiederfinden. Der Kreis schließt sich, die auf dem Produkt sichtbar gemachten Facebook-Fans werden also re-digitalisiert. 

 

Jurybegründung Dietmar Mühr

Brand Design

Kia Design Identity

Designstrategie

 

Unternehmen: Kia Motors Deutschland GmbH - www.kia.de

Design: Kia Design Center Europe

 

Mit dem neuen Kia-Erscheinungsbild ist es dem Designchef Peter Schreyer und seinem Team geglückt, einer Marke mit einem bislang eher diffusen und oft wechselnden Erscheinungsbild ein typübergreifendes Erscheinungsbild zu geben. Dies ist umso bemerkenswerter, als es ein fester Bestandteil asiatischer Tradition ist, Formen und Auftritte regelmäßig zu verändern, um so den technischen und ästhetischen Fortschritt zu visualisieren. Dass Kia damit eine eigene Identität und DNA erhalten hat, darf gerade vor diesem Hintergrund als bemerkenswerte Entwicklung gesehen werden. 

 

Jurybegründung Jürgen Lewandowski

Campaign

VW – 50 Jahre Mobilität

Corporate Design für ein Jubiläum 

 

Unternehmen: Volkswagen Zentrum Freiburg 

Design: identis GmbH - www.identis.de

 

Die Automobil-Industrie hat die größten Budgets im Marketingzirkus. Aber wenn man nicht die größten Ideen und die größte Liebe zur Sache hat, dann kommen trotz des vielen Geldes dabei sehr oft „kleine“ Kampagnen heraus. Deshalb hat sich die Jury auch diesmal antizyklisch entschieden und die liebevolle, bis ins letzte Detail konsequent durchdeklinierte Jubiläumskampagne eines Freiburger Autohauses ausgezeichnet. 50 Lenkräder aus 50 Jahren Geschichte des Hauses symbolisieren den Verlauf der Zeit. Grafisch wunderbar auf quadratischen Farbflächen angeordnet („die Quadratur des Lenkrades“) wird die Leitidee anspruchsvoll und liebevoll bis in jede Kapillare des Kommunikations-Konzeptes umgesetzt – begleitet von intelligenten Texten. Motto: „50 Jahre Mobilität“. Man feiert nicht direkt sich selbst, sondern eine wunderbare Zeit der Mobilität. Autohändler haben keine großen Budgets. Die Medien sind lokal begrenzt: Verkaufsförderung, Direkt-Werbung, Werbegeschenke, Fahnen, Poster, T-Shirts sind die Werbemittel neben Tageszeitungs- Anzeigen und Plakaten, kein Fernsehspot, keine Doppelseiten. Es ist so erfreulich, wie man trotzdem charmant, gekonnt und intelligent gute Werbung machen kann. Von dieser Kampagne können viele lernen. Auch die „dicken“ Kreativagenturen in Berlin, Hamburg und Frankfurt. Herzliche Grüsse der Jury nach Freiburg.

 

Jurybegründung Jochen Pläcking

Components & Technical

Audi Matrix Beam-Lichttechnologie

LED Fernlicht

 

Unternehmen: AUDI AG - www.audi.de

Design: AUDI AG

 

Im Audi e-tron Spyder funkelt die am weitesten entwickelte, aktuelle Audi-Formensprache und ermöglicht einen Blick in die Zukunft des Audi-Designs. Die nach vorn stark verjüngte Front verleiht dem Audi e-tron Spyder eine klar keilförmige Grundproportion. Besonders auch der Umgang mit dem Thema Licht hat die Jury beeindruckt. Die flachen Bänder der Scheinwerfermodule vom Typ adaptive-matrix-beam werden nicht nur in Dämmerung und Dunkelheit so gesteuert, dass jede mögliche Blendung des Gegenverkehrs minimiert wird. Dies ist ein wichtiger technischer Beitrag zum Erhöhen der Sicherheit, besonders im Bereich des mesopischen Sehens. Der e-tron Spyder zeigt in seiner Licht-Technik eine unaufdringliche, aber klare Signal-Sprache, die schlicht, aber höchst attraktiv wirkt.

 

Jurybegründung Malte Jürgens

Concept & Study

Audi e-tron Spyder

Technikstudie

 

Unternehmen: AUDI AG - www.audi.de

Design: AUDI AG

 

Der e-tron Spyder zeigt einmal mehr, mit welcher Konsequenz Audi seine durch alle Modellreihen durchgängige Formensprache hegt und pflegt – und stetig an ihr feilt. Der e-tron ist mit seinen klassischen Proportionen eine perfekte Melange aus Sportwagen, Technologieträger, Materialbotschafter – und zugleich ein überzeugender Verkünder künftiger Formen aus Ingolstadt. Mit seinem Biturbo-V6 TDI mit 221 kW (300 PS) auf der Hinterachse und zwei zusammen 64 kW starke Elektromotoren an der Vorderachse zeigt der e-tron, dass Sportwagen mit Plug-in-Hybridantrieb sexy und eigenständig sein können – mit dieser Studie wären alle Jury-Mitglieder gerne nach Hause gefahren.

 

Jurybegründung Jürgen Lewandowski

Concept & Study

Mercedes-Benz Concept A Class

Innenausstattung

 

Unternehmen: Daimler AG - www.daimler.com

Design: Daimler AG

 

Das Concept A Class Interior kennzeichnet die konsequente Umsetzung des neuen von Mercedes-Benz ins Leben gerufenen skulpturalen Gestaltungsansatzes im Interieur. Er überzeugt durch einen innovativen Umgang mit Materialien, Volumen und Licht, der eine neue Leichtigkeit und Transparenz im Interieur inszeniert, Möglichkeiten moderner Technologien in innovativer Ästhetik formal umsetzt und sie somit für den Kunden auf neue Weise erlebbar macht. Hierbei werden durch das optische Auflösen traditioneller Bauteilgrenzen neue designästhetische Maßstäbe gesetzt.

 

Jurybegründung Andrea Lipp

Exterior

Mercedes-Benz CLS

Serienfahrzeug

 

Unternehmen: Daimler AG - www.daimler.com

Design: Daimler AG

 

Mit der Entwicklung des CLS ist es Mercedes-Benz gelungen, ein völlig neues Fahrzeuggenre zu erfinden. Dank dieser neuen Typologie verbinden sich Eleganz und Dynamik eines Coupés mit dem Komfort und der Funktionalität einer Limousine. Mit der Strukturlinie „Dropping Line“, die oberhalb des vorderen Kotflügels nach hinten abfällt, findet sich ein formaler Bezug zum klassischen Mercedes-Benz 500K, während die Frontpartie an den aktuellen SLS AMG erinnert. Natürlich besticht der CLS auch durch zahlreiche technische Details, darunter die weltweit erstmals eingesetzten Voll-LED-Scheinwerfer. Der neue Mercedes-Benz CLS ist nach Meinung der Jury ein rundum gelungenes Fahrzeug, dem die Auszeichnung „Best of Best“ zu Recht gebührt.

 

Jurybegründung Andrej Kupetz

Interior

Audi A7 Sportback

Interior Design

Unternehmen: AUDI AG - www.audi.de

Design: AUDI AG

 

Der Audi A7 Sportback überzeugt auch im Interior durch ein Höchstmaß an Qualität bis ins kleinste Detail. Materialien und Oberflächen inszenieren mit kraftvoll-sportlicher Linienführung eine Perfektion an Ästhetik und Verarbeitungsqualität bis in die letzten Details und Spaltmaße. Mit der dreidimensionalen Menü-Führung im Navigations-Interface wird die für Audi typische funktionale Perfektion vervollständigt und durch den innovativen Einsatz von Schichtholzapplikationen im Zierleistenbereich ästhetisch abgerundet. 

 

Jurybegründung Andrea Lipp

Lifestyle

Audi Carbon Ski

Unternehmen: AUDI AG - www.audi.de

Design: AUDI AG

 

Mit dem „Audi Carbon Ski concept“ führt Audi seinen im Automobilbau erfolgreichen Weg „Vorsprung durch Technik“ in einem anderen Produktsegment fort und setzt damit seinen Markenanspruch auch im Bereich der Accessoires um. Bei der Entwicklung des Skis stand vor allem der Leichtbau im Vordergrund. Die Oberschale aus hochfestem Carbon umschließt Lagen aus Aluminium, Titan sowie den Holzkern. Bei einer Skilänge von 170 cm wiegt der Ski mit

1550 g rund 200 g weniger als vergleichbare Modelle und erhält dadurch seine besonders hohe Beweglichkeit. Darüber hinaus sorgt das Carbon für größtmögliche Steifigkeit und geringe Torsion, was für eine außergewöhnliche Laufkultur des Skis sorgt.

 

Jurybegründung Andrej Kupetz

Print

Audi – Das Manifest der Ansprüche

Audi Q3 launch mailing

 

Unternehmen: AUDI AG - www.audi.de

Design: loved GmbH - www.loved.de

 

Print ist in der Automobilindustrie meistens eine opulente Materialschlacht. Und genau aus diesem Grunde hat sich die Jury für eine faszinierende, kleine, stille, aber großformatige „Zeitung“ entschieden, die als erste Aussendung eines dreistufigen Mailings für die Einführung des Audi Q3 gestaltet wurde: konsequent zurückhaltend, grau, weiß, schwarz und rot. Auf graues Umweltpapier wird weiß gedruckt, um wiederum darauf schwarz-weiße Bilder und Texte zu drucken. Die Schlagzeilen sind grau ausgespart, um der etwas derben Hausschrift von Audi die Wucht zu nehmen. Die einzige „Farbe“ ist Audi-Rot. Auch der Inhalt des „Manifesto of Expectations“ ist hochkarätig zurückhaltend, denn man wirbt nicht, sondern lässt Designer, Architekten, Künstler zu Wort kommen, die ihre Erwartungen formulieren und zur Diskussion stellen – keine vordergründige Selbstverliebtheit, keine Behauptungen, sondern anspruchsvolle Gedanken. Das Ganze ist von sensibler Gestaltungskraft. Wie hier mit Bild, Raum, Farbe und Typografie gespielt wird, ist hohe Handwerkskunst (und beweist einmal mehr, wie wenig Designmanuals zur handwerklichen Qualität beitragen können. Denn hier wurden bestimmt alle Regeln gebrochen). Auch die kompromisslose Qualität der Bilder und ihre Gewichtung, die Liebe zum kleinen Detail, zeigen großes Können. Ein wunderbares Beispiel für die uralte These, dass weniger mehr sein kann. Die Jury beglückwünscht beide – das Team von loved und den Kunden Audi. Beide sind über ihren Schatten gesprungen. Möge es Schule machen.

 

Jurybegründung Jochen Pläcking