Medical Design Vom neurochirurgischen Instrument bis zur Architektur 23. September 2020

Schon seit einer Weile geht es in der Medizin nicht mehr nur noch darum, etwa chirurgische Instrumente zu optimieren oder neue Untersuchungsgerätschaften zu gestalten. Innovation scheint nicht mehr denkbar ohne den Nutzer als zentralen Ausgangspunkt. Auch soll es nicht mehr nur darum gehen, Kranke mithilfe von Medikamenten oder Operationen gesund zu machen; vielmehr spielen Aspekte wie die Raumgestaltung und die gesamte User Experience während eines Krankenhausaufenthaltes bei der Gestaltung von Gesundheit eine zentrale Rolle. Ziel ist es nicht nur Gesundheit wiederherzustellen, sondern auch die (physische und psychische) Gesundheitserhaltung zu unterstützen.

Wir sprechen daher mit Olaf Barski, Dr. Nicole Busch und Jonas Rehn-Groenendijk über Gestaltungs- und Forschungsprojekte im Bereich Health & Care und welche neuen Möglichkeiten sich durch eine so erweiterte Perspektive auf das Thema Gesundheit in den vergangenen Jahren ergeben haben.

Veranstaltungsort:
Wann: Mittwoch, 23. September 2020
Beginn: 18:30 Uhr
Ort: Bibliothek des Rat für Formgebung, Messe Frankfurt, Halle 9.3 (Zugang nur nach vorheriger Anmeldung)

Olaf Barski

»Smarte Usability, präzise Funktionalität, höchste Zuverlässigkeit und Sicherheit stehen im Fokus der Gestaltung von intelligenten Systemlösungen in der Medizintechnik – Gutes Medical Design kann Leben retten.«

 

Olaf Barski ist in Hamburg aufgewachsen und hat von 1979 bis 1986 an der Hochschule für bildende Künste Hamburg studiert, wo er 1986 sein Studium als Diplom Industrial Designer bei Prof. Peter Raacke abschloss. 1991 hat er sein eigenes Büro in Frankfurt am Main gegründet, das seit 2010 als Barski Design GmbH firmiert ist. Heute ist Barski Design ein vielfach ausgezeichnetes Designbüro mit Schwerpunkt auf Produktdesign, Packaging, Research und User Experience, das anspruchsvolle Designlösungen unter anderem im Bereich Medizintechnik, Personal Care, Consumer Electronics, Konsumgüter für Küche und Bad, Licht, Mobilität und Transportation entwickelt. Zu den Auftraggebern zählen renommierte Unternehmen wie B. Braun Melsungen, Bosch Home, Deutsche Bahn, Deutsche Telekom, Dräger Medical, Henkel, Melitta, Riese & Müller, Tesa oder WMF Group. Durch die intelligente Verknüpfung von nutzerorientierten, marktwirtschaftlichen und technologischen Anforderungen und den langjährigen Erfahrungen aus unterschiedlichen Branchen, entstehen immer wieder smarte, innovative und überraschende Designlösungen.

Dr. Nicole Busch

»Als Selbständige, für Miele, als Dozentin und als Biologin steht die User Experience auch im medizinischen Bereich bei mir im Fokus.«

 

Dr. Nicole Busch arbeitet seit 2006 unter dem Namen buschwerk selbstständig zu Themen, wie User Experience Research und Ergonomie im Design. Darüber hinaus ist sie seit 2018 für Miele tätig und unterstützt Projekte in den Bereichen Smart Home, Forecast, Insights und Concepts. Zuvor absolvierte Dr. Nicole Busch von 2003 bis 2006 ihre Promotion in angewandter Ergonomie und Design an der Delft University of Technology in den Niederlanden sowie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Neben ihrer Selbständigkeit und ihrer beratenden Tätigkeit für Miele lehrt sie außerdem seit 2007 an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel zum Thema User Experience Research. Vor 2006 war sie unter anderem als Innovation Manager für das Trendbüro in Hamburg sowie als Human Factors Specialist für IDEO in München, San Francisco, Palo Alto, Chicago, Boston und London tätig. Bevor sie sich der Ergonomie und der Gestaltung zuwandte, absolvierte Dr. Nicole Busch zunächst eine Ausbildung als Bankkauffrau und studierte im Anschluss Biologie auf Diplom. 

Dr. Jonas Rehn-Groenendijk

»Das vielseitige Potential von Design und Designforschung für die Gesundheitsförderung wird in weiten Teilen erheblich unterschätzt.«

 

Dr. Jonas Rehn-Groenendijk ist promovierter Designforscher und Industriedesigner. In seiner Forschungsarbeit befasst er sich vorrangig mit dem Zusammenhang zwischen Gestaltung, Verhalten und Erleben. Dabei nimmt die gesundheitsfördernde Wirkung der Gestaltung und ihr Einfluss auf das Gesundheitsverhalten einen besonderen Stellenwert ein. Methodischer Schwerpunkt liegt dabei auf der empirischen Designforschung und dem Evidence-based Design. Neben seiner Forschungsarbeit am Institut für Designforschung lehrt er zur gesundheitsfördernden Gestaltung und Designmethodik und ist freiberuflich als Designer und Designberater tätig. In seinem Blog beschäftigt er sich mit Aspekten der Designforschung und der gesundheitsfördernden Gestaltung.

 

 

Gefördert durch

Die Veranstaltung wird gefördert durch das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen.

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