ein&zwanzig

Nachwuchswettbewerb ein&zwanzig: Ausstellungseröffnung in der Zona Tortona, zwanzig Gewinner und ein „Best of Best“

Rudi Boiten und Mireille Burger, Studio Plott, 'Best of Best' ein&zwanzig 2017, Foto: Daniel Banner

Gestern Abend fand in der Zona Tortona die Ausstellungseröffnung des Wettbewerbs „ein&zwanzig“ statt, dem als Nachwuchsförderung initiierten, internationalen Award des Rat für Formgebung. „Die hohe Qualität so vieler internationaler Einreichungen erfüllt mich mit Stolz“, so Andrej Kupetz, Hauptgeschäftsführer des Rat für Formgebung und Vorsitzender der Jury.

574 Einreichungen aus 36 Ländern wurden bei dieser ersten Ausschreibung des Wettbewerbs gezählt, der sich international an junge Designer aus den Bereichen Interior Design und Lifestyle richtet und kostenfrei ist. Eine prominent besetzte Jury bestimmte die namensgebenden ein&zwanzig besten Arbeiten. Die ausgezeichneten Design-Newcomer durften am Abend in Mailand ihre Arbeiten vor geladenen Gästen und internationalem Publikum präsentieren, um danach ausgelassen zu feiern. Anlässlich des Salone del Mobile avanciert die Zona Tortona international zum Hotspot der Designszene.

Im Rahmen der Auftaktveranstaltung wurde außerdem eine der ausgestellten Arbeiten mit dem Label „Best of Best“ ausgezeichnet. Die Auswahl ist der Jury nicht leichtgefallen, denn bereits die im Internet als Shortlist veröffentlichte Auswahl von 56 Produkten zeigt, wie vielfältig, technisch ausgefeilt und dennoch im Ansatz experimentell viele der eingereichten Arbeiten sind.

„Best of Best“ für Mireille Burger und Rudi Boiten
Über die Auszeichnung „Best of Best“ freute sich das Designerduo Mireille Burger und Rudi Boiten aus dem niederländischen Eindhoven. Die unter dem Namen Studio Plott firmierenden Designer, die ihr Studium an der Design Akademie Eindhoven 2014 beendeten, verbinden in ihren Projekten herkömmliche Herstellungsmethoden mit neuen Druckverfahren. Mit ihrer Arbeit Open Rugs konnten sie die Jury überzeugen. Open Rugs sind textile Strukturen aus Mischgeweben, die im dreidimensionalen Druckverfahren entstehen. Im konventionellen Sinne als Bodenbelag oder aber als räumliche Struktur bis hin zu flexibler Architektur ist Open Rugs ein Projekt, das sowohl haptisch als auch visuell fasziniert. Der Dialog des Objekts mit der darunterliegenden Fläche als auch die Kombination aus intensiver Farbigkeit und Transparenz machen die besondere Spannung der Arbeit aus.

Die Ausstellung zum Nachwuchswettbewerb ein&zwanzig ist vom 4. bis zum 9. April geöffnet und findet im Rahmen der Tortona Design Week auf der Via Tortona 31 statt. Sie wurde vom Studio Besau-Marguerre konzipiert, das vor drei Jahren selbst noch unter den Newcomer-Finalisten des German Design Award war und dessen Portfolio heute namhafte Projekte wie die Möblierung der Hamburger Elbphilharmonie aufweist. Ihre Inszenierung gibt den Arbeiten der Design-Newcomer einen trotz aller Vielfalt gemeinsamen Rahmen. Partner bei der Umsetzung des Konzepts ist der skandinavische Textilhersteller Kvadrat.

Die Ausstellung: 4.-9. April 2017, Via Tortona, 31, 20144 Mailand,
täglich geöffnet von 10 bis 21 Uhr