Hessischer Staatspreis Universelles Design

Preisträger des vierten Hessischen Staatspreises für Universelles Design stehen fest

Die Gewinner des Hessischen Staatspreises für Universelles Design 2020 stehen fest. Zu dem Preis waren Unternehmen, welche in Hessen ansässig sind, eine Niederlassung in Hessen haben oder das Projekt in Hessen umgesetzt haben sowie bundesweit Studierende und Absolventen von Hochschulen mit gestalterischen Studiengängen aufgerufen.

254 Einreichungen konnte der Wettbewerb in diesem Jahr verzeichnen. Damit hat sich die Anzahl der Einreichungen für den Hessischen Staatspreis für Universelles Design im vierten Durchgang beim Unternehmenswettbewerb um 14 % und beim Nachwuchswettbewerb um erfreuliche 180 % gesteigert. Dieser positive Trend bestätigt die Relevanz der Auszeichnung. Bei den Einreichungen der Unternehmen überzeugte das Wohngebäude OEKOGENO-SWH eg der OEKOGENO Genossenschaft. Über Anerkennungen durfte sich iO interdisziplinäre Objekte für die persönliche Schutzausrüstung CLEARTECT sowie die Hofgemeinschaft für heilende Arbeit e.V. Gemeinschaft in Kehna für das CI des ZAMADI Kaffees freuen.

Im dotierten Nachwuchssegment wurden dieses Jahr zum ersten Mal gesondert Auszeichnungen im Bereich „Digital“ vergeben. Folgende Studierende dürfen sich über eine Auszeichnung freuen: Der 1. Preis geht an den Studierenden Adrian Wegener von der Hochschule Trier. Der 2. Preis geht an Leonie Schäffer von der Fachhochschule Münster und über den 3. Preis freuen sich Aaron Schwerdtfeger und Paul Nelson Morat von der Fachhochschule Potsdam. Die weiteren Auszeichnungen im Bereich Nachwuchs: Der 1. Preis geht an die Studentin Anna Koppmann von der Universität der Künste Berlin für ihre Erste Hilfe Handschuhe. Der 2. Preis geht an Daniel Rauch, Student an der Folkwang Universität der Künste. Cong Hieu Vu von der University of Applied Sciences in Berlin freut sich über den 3. Preis. Anerkennungen gehen an Patrick Palčić von der Universität der Künste Berlin, Amir Reza Ameli, Otto von Guericke Universität Magdeburg, Sandra Kickstein, Hochschule Pforzheim, Gina Hartig, Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle und Helena Kiefer von der Hochschule Darmstadt.

Demografischer Wandel, Teilhabe von Menschen mit Behinderung, Zuwanderung, Mobilität, Aufmerksamkeit für soziale Innovationen, Generationenvielfalt, digitaler Wandel – die Liste der gesellschaftlichen und technologiegetriebenen Herausforderungen ist lang. Design ist ein existenzieller Vermittler zwischen diesen Aufgaben und dem Menschen.  Innovative Konzepte sind gefragt, die inklusive, flexible, platz- und ressourcensparende Lösungen bieten. Auch dieses Jahr prämierte der Hessische Staatspreis für Universelles Design zukunftsweisende Projekte in allen Bereichen der Alltagskultur. Eine Gesellschaft, in der Menschen mit unterschiedlichen körperlichen, intellektuellen oder mentalen Fähigkeiten mit großer Selbstverständlichkeit miteinander leben können, braucht in der Konzeption von Produkten und Lösungen einen ganzheitlichen Blick auf die Vielfalt der Nutzer und ihrer unterschiedlichen Perspektiven und ist damit eine Aufgabe der Gestaltung par excellence.

Die Arbeiten der Preisträger werden in einer digitalen Ausstellung anlässlich der hypermotion in Frankfurt am Main gezeigt. Des Weiteren wird es eine Dokumentation der Preisträger geben, die auf www.universellesdesign.de gezeigt wird.

Eine Gewinnerliste des Hessischen Staatspreis Universelles Design 2020 sowie eine Dokumentation des Wettbewerbs stehen zum Download bereit.

Hessischer Staatspreis für Universelles Design
Der Staatspreis wird alle zwei Jahre gemeinsam vom Hessischen Ministerium der Finanzen, dem Hessischen Ministerium für Soziales und Integration und der Hessischen Staatskanzlei, Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung verliehen. Schirmherr des Wettbewerbs ist der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier. Mit der Organisation und Durchführung des Preises ist der Rat für Formgebung beauftragt. Der Wettbewerb wendet sich auf Landesebene an Unternehmen, Agenturen, Architekten, Designer und Institutionen, die das Thema auf besondere Weise fördern. Darüber hinaus wird ein Förderpreis vergeben, der sich an Studierende und Absolventen bundesweiter Hochschulen richtet.

Rat für Formgebung
Der Rat für Formgebung agiert seit 1953 als weltweit führendes Kompetenzzentrum für Kommunikation und Wissenstransfer im Bereich Design, Marke und Innovation. Mit internationalen Angeboten, Nachwuchsförderungen und Mitgliedschaften ist er Teil der globalen Design-Community und trägt seit jeher dazu bei, Austausch und Netzwerke weltweit zu etablieren. Durch Events, Kongresse, Wettbewerbe, Jurysitzungen und Expertenkreise vernetzt der Rat für Formgebung seine Mitglieder und zahlreiche weitere internationale Design- und Markenexperten, fördert den Diskurs und liefert wichtige Impulse für die globale Wirtschaft. Seinem Mitgliederkreis gehören aktuell mehr als 340 Unternehmen an.

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… „universelles Design ist ein Design von Produkten, Umfeldern, Programmen und Dienstleistungen, die von allen Menschen im größtmöglichen Umfang genutzt werden können, ohne dass eine Anpassung oder ein spezielles Design erforderlich ist. …“
(Charta der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderung)


Janine Wunder, Bereichsleiterin Kommunikation und Marketing
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