
Terminal 3 in Frankfurt: Panel-Talk zeigt Rolle von Design bei komplexen Großprojekten
Im Rahmen des World Design Capital-Jahrs in der Region FrankfurtRheinMain diskutierten Vertreter*innen aus Wirtschaft, Politik, Planung und Design in einem Panel-Talk über die Bedeutung von Gestaltung für große Infrastrukturprojekte. Anlass war die Fertigstellung des Terminal 3 – ein Projekt, das im vorgesehenen Zeit- und Kostenrahmen realisiert wurde.
Panel-Teilnehmer*innen:
- Prof. Christoph Mäckler, Architekt des Terminal 3 und Gründer von MÄCKLER ARCHITEKTEN
- Kaweh Mansoori, Hessischer Minister für Wirtschaft, Energie, Verkehr, Wohnen und ländlichen Raum
- Stephanie Pudwitz, kaufmännische Geschäftsführerin Fraport AG
- Sibylle Schlaich, Managing Partner bei Moniteurs, Expertin für Orientierungssysteme und User Experience im Raum
Im Zentrum stand die Frage, welche Rolle Design in komplexen Planungs- und Bauprozessen übernimmt. Deutlich wurde: Gestaltung wirkt nicht nur auf der architektonischen Ebene, sondern strukturiert Abläufe, unterstützt Orientierung im Raum und beeinflusst die Nutzererfahrung. Aspekte wie klare räumliche Organisation, belastbare Materialkonzepte, Erweiterbarkeit sowie ein durchdachtes Leitsystem nannten die Diskutierenden als zentrale Faktoren.
„Infrastruktur wird in Deutschland oft als reine Bauaufgabe verstanden. Terminal 3 zeigt, dass Architektur eine strategische Führungsdisziplin ist. Design strukturiert Komplexität, schafft Orientierung und übersetzt technische Präzision in wirtschaftliche Wirkung. Wer Transformation will, muss Gestaltung früh mitdenken.“
Lutz Dietzold, CEO German Design Council
Zugleich wurde die wirtschaftliche Dimension hervorgehoben. Planungssicherheit, verlässliche Rahmenbedingungen und interdisziplinäre Zusammenarbeit gelten als Voraussetzungen für die erfolgreiche Umsetzung großer Infrastrukturvorhaben. Das Terminal 3 wurde im Panel als Beispiel dafür diskutiert, wie gestalterische Qualität und funktionale Anforderungen zusammengeführt werden können.
Mit der vierteiligen Reihe Moving Business By Design. schaffen die IHK Frankfurt am Main und der German Design Council im Jahr der World Design Capital FrankfurtRheinMain 2026 ein Forum für den Austausch zwischen Wirtschaft und Design-Community. Ziel ist es, die Rolle von Design bei Transformationsprozessen, Infrastrukturprojekten und wirtschaftlicher Entwicklung differenziert zu beleuchten.
Der Auftakt zeigte: Das Interesse an der Verbindung von Gestaltung, Infrastruktur und Standortentwicklung ist groß.
Die vollständige Pressemitteilung mit ausführlichen Statements aller Sprecher*innen finden Sie hier:











