Unsere Designbibliothek

Designwissen, das verbindet

Unsere Designbibliothek ist seit den 1960er-Jahren zentrale Anlaufstelle für Recherche und Inspiration, aktuelle und historische Designthemen. Wir machen Wissen zugänglich, fördern fundierte Nachforschung und unterstützen alle, die Gestaltung verstehen, erforschen oder weiterentwickeln möchten.

Was unsere Designbibliothek ausmacht

Unsere Bibliothek gehört zu den bedeutenden Wissensorten für Design in Deutschland. Seit den 1960er-Jahren wächst sie kontinuierlich und macht internationales Designwissen öffentlich zugänglich – mit rund 20.000 Buchbänden, audiovisuellen Medien und etwa 40 internationalen Fachzeitschriften. Der historische Magazinbestand umfasst zusätzlich rund 400 Titel und dokumentiert zentrale Entwicklungen der Designgeschichte. Dank sorgfältiger Erschließung, seltener Publikationen aus den 1950er- und 1960er-Jahren und kontinuierlicher Aktualisierung ist die Bibliothek ein relevanter Ort für Forschung, Lehre und alle, die sich mit Design, Gestaltungspraxis und Designtheorie beschäftigen. Ihr Standort auf dem Mediencampus der Hochschule Darmstadt in Dieburg stärkt unsere Zusammenarbeit mit Hochschulen und Studierenden.

Neu in der Bibliothek

Lars C. Grabbe (Hrsg.)

Designforschung und KI. Ästhetische Transformation im Zeitalter artifizieller Systeme

Wiesbaden, Springer Fachmedien, 2025, 232 Seiten, Abbildungen

Aktuelle Beiträge zur Bedeutung der Künstlichen Intelligenz im Kontext der Designforschung. Dabei geht es weniger um technische Möglichkeiten als mehr um die Einflussnahme auf Bedeutung und Wertesysteme in der Gestaltung.

Thomas Wüthrich / Yves Raschle

Nachhaltige Designprozesse. Leitfaden für die gestalterische Praxis und Lehre

Park Books, 2025, 256 Seiten, zahlreiche Abbildungen

Praxisorientierter Leitfaden zu Implementierung von Nachhaltigkeitsstrategien in Organisationen, von grundlegenden unternehmerischen Entscheidungen bis zur Produktentwicklung mit konkreten Handlungsempfehlungen.

Tom Bieling / Uta Brande u.a. (Hrsg.)

Nutzen statt besitzen. Michael Erlhoff revisited

Basel, Birkhäuser Verlag, 2025, 292 Seiten

Der 1995 von Michael Erlhoff formulierte Text “Nutzen statt Besitzen” war seiner Zeit vielleicht voraus und ist nach wie vor relevant. Dieser neue Band nimmt das Thema mit 20 neuen Beiträgen für Gegenwart und Zukunft wieder auf.

Herausgegeben vom Grassi Museum für Angewandte Kunst Leipzig

Formen der Anpassung. Kunsthandwerk und Design im Nationalsozialismus

Hirmer Verlag, 2025, 336 Seiten, zahlreiche Abbildungen

Neben der Einordnung der Bedeutung von Gestaltung im Nationalsozialismus verhandelt der Katalog vor allem die Rolle des Grassi Museums selbst und seiner Ausstellungen in dieser Zeit und zeigt zahlreiche Exponate aus der eigenen Sammlung.

Ulrich Raulff

Wie es euch gefällt. Eine Geschichte des Geschmacks

C.H. Beck Verlag, 2025, 479 Seiten, Abbildungen 

Eine differenzierte Reise durch die Geschichte des Geschmacks, von Meissen bis Victoria Secret, die auch die ökonomischen, politischen und sozialen Kontexte mitdenkt.  

Chip Colwell

Habseligkeiten. Eine Geschichte der Menschheit vom Faustkeil bis zum Smartphone

Reclam Verlag, 2025, 428 Seiten, Abbildungen  

Es gab Zeiten, da waren Gegenstände vor allem eines – wichtig zum (Über)leben. Mit der Industrialisierung und der damit einhergehenden Massenproduktion kamen viele neue Dinge hinzu, sehr viele auch, die zu nichts nütze waren oder immer noch sind und dennoch meinen wir, sie haben zu müssen. Das Buch sucht nach Erklärungen, welches Verhältnis wir eigentlich zu den Dingen haben, mit den wir uns umgeben. 

Anthony Dunne / Fiona Raby

Not Here Not Now. Speculative thought, impossibility, and the design imagination

Cambridge, MIT Press, 2025, 284 Seiten, Abbildungen

Die Autoren, bekannt für ihre Forschungen und Veröffentlichungen zum Thema Speculative Design, erweitern dieses hier, indem Sie Design loslösen von der Lösungsorientierung hin zu einem Design als Medium des Denkens als ernsthafte Methode den Krisen der Gegenwart zu begegnen.

Beppe Finessi (Hrsg.)

Compasso d’Oro. ADI Design Museum. Historical Collection.

Rom, Treccani Libri, 2025, 1040 Seiten, zahlreiche Abbildungen

Eine umfassende Übersicht zur Geschichte des Compasso d’Oro, dem wichtigsten Design Award Italiens seit 1954. Zahlreiche Abbildungen und Informationen zu den ausgezeichneten Produkten sowie viele neue Essays bekannter Autor*innen lassen den Band zu einer wichtigen Quelle über das Italienische Design werden.

Grace Lees-Mafffei / Rebecca Houze (Hrsg.)

The design history reader

2nd edition, London, Bloomsbury, 2025, xxiii
493 Seiten, Abbildungen

Die aktualisierte und erweiterte Ausgabe enthält Schlüsseltexte der Designgeschichte und des Designs vom 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Thematisch gegliedert bieten die Texte Einblicke in die Designgeschichte und Designpraxis, die auch heute noch relevant sind. Fragestellungen zu Nachhaltigkeit, Gender, Globalisierung oder Dekolonialisierung wurden auch in früheren Diskursen bearbeitet.

Martina Heßler

Sisyphos im Maschinenraum. Eine Geschichte der Fehlbarkeit von Mensch und Technologie

München, Verlag C.H. Beck, 2025, 297 Seiten

In Maschinen und Technologien sehen wir Menschen die Perfektion, uns selbst aber als “Mängelwesen” gegenüber denselben. Wie Maschinen dem Menschen übergeordnet wurden ist eine Geschichte, die bereits im 19. Jahrhundert begonnen hat und deren Überwindung längst überfällig ist.

Hrsg.: Dorian Marjanović, Mario Štorga, Stanko Škec Cham

Designforschung: Die soziotechnischen Aspekte von Qualität, Kreativität und Innovation

Springer Vieweg, 2025, 211 Seiten, Grafiken

Der Sammelband bietet mit seinen Beiträgen eine gute Übersicht zum Stand der Designforschung insbesondere im Ingenieurdesign mit Ausblicken in die Zukunft. Fragen der Kreativität, der Qualität, neue Technologien sowie menschenzentrierte Methoden stehen im Fokus der Diskussionen.

Gabriel Yoran

Die Verkrempelung der Welt. Zum Stand der Dinge (des Alltags)

Berlin, Suhrkamp Verlag, 2025, 185 Seiten

Wenn Produkte optimiert werden, sei es auch nur in Details, kommen manches Mal seltsame Lösungen heraus, die den Gebrauch der Dinge nicht wirklich einfacher machen – der Autor nennt es Krempel. Diesem Phänomen geht er in einer Art Warenkritik nach und stellt auch die Frage zur Rolle der Verbraucher*innen in diesen Vorgängen.

Raritäten der Bibliothek

In der Bibliothek befinden sich auch zahlreiche sehr besondere Publikationen, die nicht nur bei der Erforschung der Designgeschichte interessant sind. Dieses sind zum Beispiel das Corporate Design Manual von Olivetti, die „Deutsche Warenkunde“ aus den 1930er Jahren.

Eine Besonderheit ist auch der Bestand der Design-Zeitschrift „Techničeskaja ėstetika“ aus der ehemaligen Sowjetunion, die von 1965 bis 1988 vorhanden ist. Zu dieser Zeitschrift und der Bibliothek des Rat für Formgebung gibt es einen interessanten Beitrag von Yves Vincent Grossmann aus dem Jahr 2017.

Warum wir eine Designbibliothek brauchen

Nicht alles Wissen über Design ist digital verfügbar. Viele zentrale Quellen – Bücher, Fachmagazine und historische Materialien – existieren ausschließlich in gedruckter Form. Sie bieten Perspektiven, die für aktuelle gestalterische, kulturelle und wirtschaftliche Fragestellungen nach wie vor relevant sind. Auch spezialisierte digitale Datenbanken für Design sind nicht immer frei zugänglich. Eine fundierte Recherche vor Ort bleibt daher unverzichtbar. Insbesondere für wissenschaftliche Arbeiten oder komplexe Designthemen.

Unsere Recherche-Services

Die Recherchelandschaft im Design ist breit und oft komplex. Wir unterstützen dabei, relevante Quellen zu identifizieren und Designwissen gezielt zu erschließen:

  • Orientierung in Designbibliotheken, Archiven und Datenbanken
  • Fachkundige Beratung bei der Recherche
  • Zugang zu spezialisierten Quellen und Expert*innen
  • Vermittlung weiterführender Ressourcen für Forschung und Gestaltung
     
  • Die Bestände unserer Bibliothek sind digital recherchierbar in den OPACs (Online Public Access Catalogues) der Frankfurter Museumsbibliotheken und dem K10plus Verbund. Den Zugang zu den überregionalen Bibliotheksverbünden finden Sie hier:

Adresse

Unsere Bibliothek steht allen offen, die sich für Design und Gestaltung interessieren.
Sie befindet sich auf dem Mediencampus der Hochschule Darmstadt

Gebäude F25
Max-Planck-Straße 2
64807 Dieburg

Zugang und Öffnungszeiten

Montag, Mittwoch und Donnerstag, 9 –17 Uhr

>> Hinweis: Eine Terminvereinbarung ist erforderlich, um eine optimale Nutzung der Bestände und individuelle Beratung zu gewährleisten.

Ihr Kontakt

Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Helge Aszmoneit

Design Bibliothek & Wissensvermittlung