
Vorm en vaderland: Das Konzept des Nationalstaates
Mit „Vorm en vaderland. Design van de natiestaat“ zeigt das Design Museum Den Bosch vom 18. April bis zum 20. September 2026 eine Ausstellung zur Beziehung zwischen Design und Nationalstaat. Im Zentrum steht die Frage, wie der Nationalstaat als politische und kulturelle Ordnung durch Gestaltung sichtbar gemacht und stabilisiert wird. Die Schau untersucht den Nationalismus als prägende Ideologie der Moderne und stellt seine visuelle und materielle Dimension in den Fokus.



Eine Designgeschichte des Nationalismus
Was ist ein Staat? Wer hat das Recht, einen Staat zu definieren? Und welche gestalterischen Mittel werden genutzt, um ihn sichtbar und wirksam zu machen? Die Ausstellung geht davon aus, dass nationale Zugehörigkeit im Alltag häufig als selbstverständlich erscheint, vermittelt durch Symbole, Rituale und alltägliche Objekte wie Flaggen, Pässe oder Banknoten.
Anhand dieser visuellen und materiellen Formen entfaltet die Schau eine vergleichende Designgeschichte des Nationalstaats. Sichtbar wird, wie stark staatliche Autorität auf Symbolen basiert, vom Staatswappen über das Volkslied bis hin zu Architektur und Repräsentationsformen.
Gleichzeitig zeigt sich ein paradoxes Muster: Je stärker Nationen ihre eigene Identität betonen, desto häufiger greifen sie auf ähnliche gestalterische Codes zurück. Die Bildsprache des Nationalismus ist global verständlich und wird immer wieder neu reproduziert.
Kuratiert wird die Ausstellung von Tomas van den Heuvel.

Vorm en vaderland. Design van de natiestaat
18. April – 20. September 2026
Design Museum Den Bosch
Niederlande