Das Magazin des German Design Council
Lydia Kind

Wie wird Westwing zur erlebbaren Marke – über digital hinaus?

Westwing war jahrelang rein digital. Heute gibt es deutschlandweit zehn Stores und einen Design Service, der zu den Menschen nach Hause kommt. Katharina de Silva spricht mit Lydia Kind, Chief Marketing Officer, darüber, wie aus einem Shopping-Club eine Design-Brand wurde, die man erleben kann.  

Kapitel

01:16 – Was überrascht jemanden aus der Modewelt an Interior?

03:39 – Ein Sofa als „It-Bag fürs Zuhause": die Idee hinter der Kampagne

05:21 – Wofür steht Westwing heute?

07:53 – Was steckt hinter „Live Beautiful"?

10:37 – Was verändert sich, wenn Kund*innen die Marke anfassen können?

12:59 – Warum war Westwing 2025 nicht auf dem Salone del Mobile?

15:56 – Welche Rolle spielt Social Media in der Markenstrategie?

19:05 – Influencer, Creator, Tastemaker: wie denkt Westwing das Ökosystem?

22:09 – Was leistet die eigene Westwing Collection?

24:03 – Wie verändert der Design Service die Markenbeziehung?

26:45 – Nach welchen Kriterien wählt Westwing Kooperationspartner aus?

31:53 – Was unterscheidet starke D2C-Marken von austauschbaren?

33:27 – Welche Rolle spielt KI bei Westwing?

35:41 – Worauf ist Lydia am stolzesten?

Takeaways

Stores sind für Westwing kein reines Vertriebsformat

Lydia Kind beschreibt, wie Westwing-Mitarbeitende selbst in den Stores arbeiten, um die Kund*innen direkt zu erleben. Für eine Marke, die jahrelang rein digital war, ist das ein grundlegender Perspektivwechsel: Nähe zur Zielgruppe entsteht nicht im Dashboard, sondern im Gespräch.

Wie macht man eine Marke über Menschen erlebbar?

Westwing setzt auf ein dreistufiges Ökosystem aus Influencern, Creatorn und Tastemaker. Tastemaker mit teils nur 2.000 Followern zeigen Westwing-Produkte in echten Wohnungen, nicht im perfekt inszenierten Shooting. Das schafft eine Nähe, die Reichweite allein nicht ersetzen kann. Und den Content nutzt Westwing direkt auf der eigenen Plattform weiter.

Was leistet die Westwing Collection für die Marke?

Die eigene Kollektion ist für Westwing mehr als ein Sortimentsbaustein, sie ist der Backbone der Marke. Lydia Kind beschreibt, wie Marketing und Designteam eng zusammenarbeiten, um Produkte zu entwickeln, die sowohl marktrelevant als auch kommunikationsstark sind. Bei Third-Party-Brands bleibt der kreative Spielraum klein. Bei der eigenen Kollektion kann Westwing Trends nicht nur aufgreifen, sondern setzen.

Was leistet ein Design Service für die Markenbeziehung?

Der Design Service ist keine Produktverlängerung. Er ist der Moment, in dem die Marke wirklich persönlich wird. Die Beratung erfolgt wahlweise online, oder jemand von Westwing kommt ins Wohnzimmer, nimmt den Floorplan auf, erstellt ein 3D-Konzept.

Wie entsteht Markenkonsistenz über alle Touchpoints hinweg?

„Das Wichtigste ist, Entscheidungen zu treffen und Nein zu sagen." Ob Store, Kampagne, Kooperation oder Social Media: Konsistenz entsteht nicht durch Präsenz überall, sondern durch Konsequenz in allem. Und das ist, wie sie selbst sagt, nicht immer bequem.

Der Podcast des German Design Council

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