
Die scheinbare Einfachheit der Pauline Deltour
Im Alter von nur 38 Jahren verstarb die französische Designerin unerwartet und hinterließ bereits zu diesem Zeitpunkt ein international beachtetes Werk. Mit der Ausstellung „Pauline Deltour, eine scheinbare Einfachheit“, die noch bis zum 21. September 2026 im Musée des Arts décoratifs et du Design (MADD) zu sehen ist, würdigt das Museum ihr bemerkenswert umfangreiches Werk.
Gezeigt wird die Vielfalt ihrer Projekte: vom Drahtkorbgeflecht für Alessi über einen ultraleichten Hocker für COR und einen vernetzten Fahrradentwurf für La Poste bis hin zu einem Ring mit verschlungenen Kurven für JEM. Ihre Entwürfe zeichnen sich durch ein besonderes Interesse an Materialien, Prozessen und Fertigungswerkzeugen aus.
Geprägt wurde sie durch vier Jahre im Studio von Konstantin Grcic in München, der die Ausstellung in Bordeaux auch mitkuratiert.
Zehn Jahre des Schaffens
Hunderte von Zeichnungen, Fotografien und Modellen aus dem Studioarchiv geben Einblick in ihre Arbeitsweise. Die Ausstellung macht Stationen ihrer Karriere in Japan, Italien, Kolumbien und den USA sichtbar. Zahlreiche Objekte und Möbelstücke, teils noch in Produktion, teils eigens für die Ausstellung gefertigt, lassen die Projekte unmittelbar erfahrbar werden. Organisiert wird die Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Pauline Deltour Design Studio. Begleitend erscheint eine Monografie mit Beiträgen der Kuratoren Anna Bernagozzi, Jonathan Olivares und Cloé Pitiot.




Pauline Deltour, an apparent simplicity
22. April – 21. September 2026
MADD
Bordeaux, Frankreich

An Apparent Simplicity
Pauline Deltour
MADD 2026 (Hrsg.)
176 Seiten
ISBN 9791096865048
30 €


