
Jahrestagung der Gesellschaft für Designgeschichte
Gestaltung ist überall um uns herum. Sie prägt unseren Alltag und beeinflusst, was wir wahrnehmen, wie wir miteinander umgehen und Kultur gestalten. Sie vermittelt Werte, setzt Impulse und prägt unsere Vorstellungen von Zukunft. Der Entstehungsprozess erzählt dabei ebenso viel über die Werte und Ziele eines analogen oder digitalen Produkts wie das fertige Ergebnis. Unter dem Konferenztitel „Welche Welt woll(t)en wir? Vom Nutzen, Designwissen zu bewahren“ widmen sich 19 Forschende und Archivexpert*innen aus acht Nationen am 16. und 17. Oktober 2026 in Kronberg im Taunus der Frage, wie Designwissen bewahrt werden kann.
In Vorträgen, Paneldiskussionen und Ausstellungsführungen geht es darum, wie sich Entstehungsprozesse von Design dokumentieren und für die Zukunft bewahren lassen. Im Fokus stehen dabei die Werte, Entscheidungen und Ziele, die hinter einem Entwurf stehen. Anders als in vielen anderen kulturellen Bereichen fehlt bislang eine verbindliche Praxis, diese Prozesse systematisch zu dokumentieren und zu bewahren. Die Konferenz beleuchtet daher, was archivwürdig ist und wie Designwissen langfristig erhalten werden kann.
Die internationale Konferenz findet im Rahmen der World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026 in der BraunSammlung statt.

Zwei Tage, 8 internationale Perspektiven
Der erste Konferenztag widmet sich Beiträgen aus dem deutschsprachigen Raum. Thematisiert werden unter anderem designtheoretische Perspektiven, die Herausforderungen der digitalen Entwurfspraxis sowie Erfahrungen aus Design-, Hochschul-, Kultur- und Wirtschaftsarchiven. Um 13:20 Uhr geben Helge Aszmoneit, Leiterin der Designbibliothek des German Design Council, und Julia Kostial, Geschäftsführerin der Stiftung Deutsches Design Museum, in ihrem Vortrag „Das Archiv des German Design Council: Überlieferung, Digitalisierung und Perspektiven“ Einblicke in ihre Arbeit. Im Anschluss findet eine Frage- und Diskussionsrunde statt.
Am zweiten Konferenztag richtet sich der Blick auf internationale Designarchive und Archivkulturen. Beiträge kommen unter anderem aus den Niederlanden, Großbritannien, Slowenien, Italien, Japan und Ägypten. Die Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch.
Ausgerichtet wird die Konferenz durch die Gesellschaft für Designgeschichte e.V. in Kooperation mit der Dieter und Ingeborg Rams Stiftung, dem German Design Council, der Stiftung Deutsches Designmuseum, dem Verband Deutscher Industriedesigner (VDID), dem Braun Design Studio, dem Förderkreis BraunSammlung e.V. und der Vereinigung der Wirtschaftsarchivarinnen und Wirtschaftsarchivare e.V. (VdW).

Welche Welt woll(t)en wir? Vom Nutzen, Designwissen zu bewahren
16. – 17. Oktober 2026
BraunSammlung, Kronberg im Taunus


