
Neue Doku: Der Bauhaus-Code
Mehr als 100 Jahre nach seiner Gründung steht die Bauhaus-Idee erneut in der Kritik.In Sachsen-Anhalt stellt die AfD nicht nur die öffentliche Förderung der Stiftung Bauhaus Dessau infrage, sondern auch deren Rolle und Einfluss innerhalb der deutschen Kulturlandschaft. Die Geschichte des Bauhauses zeigt, wie eng kulturelle Entwicklungen mit politischen Veränderungen verbunden sind. Was als gesellschaftliche Alternative gilt und welche Formen künstlerischer Freiheit möglich sind, wird dabei immer wieder neu verhandelt – heute wie damals.
Die Dokumentation „Der Bauhaus-Code“ betrachtet das Bauhaus nicht nur als Design Stil, sondern als gesellschaftliche Haltung. Sie folgt seiner Entwicklung von Weimar über Dessau bis zur globalen Verbreitung und verbindet die Utopien der 1920er Jahre mit heutigen Fragen zu Nachhaltigkeit und sozialer Verantwortung. Dabei hinterfragt sie das Bauhaus-Erbe und dessen Vision, die Welt durch Gestaltung positiv zu verändern.
Aus Weimar in die Welt
Der Einfluss der Bauhaus-Schule ist bis heute weltweit spürbar. Was 1919 in Weimar begann, war mehr als eine neue Schule für Gestaltung: Das Bauhaus stand für den Anspruch, Gestaltung neu zu denken, bestehende Traditionen zu hinterfragen und das Verhältnis zwischen Mensch und Umwelt neu zu definieren.
Die von Jörg Pfeifer produzierte Dokumentation folgt den Stationen Weimar, Dessau und Berlin und zeichnet den Weg der Bauhaus-Ideen bis zu ihrer weltweiten Verbreitung nach. Sie erzählt von einer Zeit des gesellschaftlichen Umbruchs und von der Suche nach neuen Formen des Zusammenlebens – ebenso wie von den politischen Konflikten, die schließlich zur Schließung der Schule unter dem Nationalsozialismus führten. Zugleich verfolgt der Film, wie das Bauhaus-Erbe bis in die Gegenwart wirkt.
Mit einem dynamischen Zusammenspiel aus Dokumentarbildern, animierten Fotografien, Interviews und Archivmaterial verbindet der Film historische Entwicklungen mit aktuellen Debatten. Im Mittelpunkt stehen dabei die Gestaltung unserer Umwelt und die gesellschaftliche Verantwortung von Design und Architektur. Die Utopien der 1920er Jahre werden dabei mit heutigen Debatten über Nachhaltigkeit, soziale Verantwortung und die Zukunft unserer Städte in Beziehung gesetzt. „Der Bauhaus-Code“ ist eine visuelle Auseinandersetzung mit einem Erbe, das bis heute zwischen Utopie und Realität, gesellschaftlichem Aufbruch und politischem Widerstand steht. Dabei zeigt der Film, wie die Ideen des Bauhauses in aktuellen Projekten und urbanen Visionen weiterleben.

„Der Bauhaus-Code – Revolution des Alltags“
MDR, 2026
45 Minuten
Verfügbar bis 20.08.2027 in der ARD Mediathek


