Rolf Keller (Vitra)

Wie hält Vitra Designmöbel im Kreislauf?

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In dieser Folge des Design Perspectives Podcasts sprechen wir mit Rolf Keller, Head of Circularity bei Vitra, darüber, wie aus Möbeln ein funktionierendes Kreislaufgeschäft wird. Am Beispiel des Vitra Circle for Contract geht es um Rücknahme, Aufarbeitung und den erneuten Einsatz gebrauchter Möbel. Und darum, wie Ressourcenschonung wirtschaftlich funktioniert und welche Erkenntnisse aus dem Refurbishment in die Produktentwicklung fließen.

Kapitel

00:01:20 – Kreislaufwirtschaft zwischen ökologischer und ökonomischer Nachhaltigkeit

00:06:56 – Vitra Circle for Contract: die drei Säulen des Modells

00:08:14 – Gebrauchte Möbel zurückgewinnen: Beschaffung und Auswahl

00:13:14 – 2.500 Bürostühle: vom Rückkauf zur Wiederverwendung

00:15:12 – Was beim Refurbishment eines Stuhls passiert

00:18:59 – Wirtschaftlichkeit, Qualität und Garantie

00:27:06 – Kommunikation, Umweltaussagen und digitaler Produktpass

00:32:22 – CO2-Einsparungen durch aufgearbeitete Möbel

00:34:17 – Was Refurbishment über gutes Produktdesign lehrt

00:42:33 – Tipps für Unternehmen: ausprobieren und vorhandene Ressourcen nutzen

Takeaways

Kreislaufwirtschaft muss sich im Betrieb bewähren
Vitra Circle for Contract verbindet Rücknahme, Refurbishment und Wiederverkauf. Ob das ökologisch und ökonomisch aufgeht, hängt von geeigneten Rückläufen, ausreichendem Volumen, Logistik und Nachfrage ab.

Langlebigkeit braucht Qualität und bleibende Relevanz
Für Keller sind viele Vitra-Klassiker Produkte, die auch nach Jahrzehnten nichts an Aktualität verloren haben. Robuste Materialien und austauschbare Bezüge unterstützen die Aufarbeitung. Zugleich waren ältere Produkte nicht immer gezielt für eine effiziente Aufarbeitung im großen Maßstab konstruiert – hier ist das Know-how des Herstellers wichtig.

Gleichteile ermöglichen die Konversion von Modellen
Beim Aluminium Chair und Soft Pad Chair sind trotz unterschiedlicher Erscheinung dieselben Aluminiumteile verbaut. Das ermöglicht laut Keller, die Modelle ineinander zu konvertieren, und zeigt, wie klare Konstruktion und Gleichteileverwendung zur Wiederverwendung beitragen können.

Refurbishment kann die CO2-Bilanz deutlich verbessern
Keller beziffert die durchschnittliche Einsparung gegenüber dem jeweiligen Neuprodukt auf 60 bis 90 Prozent – abhängig von der Konfiguration. Prüfungen sichern die Qualität; verlässliche Material- und Demontageinformationen erleichtern die Wiederaufarbeitung zusätzlich.
 

Der Podcast des German Design Council

Design Perspectives Podcast

Wie können wir Design als Hebel für Transformation und wirtschaftlichen Erfolg nutzen? Darüber sprechen wir mit Persönlichkeiten aus Design, Markenführung und Architektur. Sie geben uns Einblicke, wie Transformation, Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Erfolg im Unternehmen Hand in Hand gehen können. Interessant, informativ, inspirierend.

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