
Council Night 2026: Wie Design Marken führt
Menschen zusammenbringen, den Austausch fördern und neue Perspektiven eröffnen – das macht die Veranstaltungen des German Design Council aus. Die Council Night 2026 im Soho House Berlin bildete da keine Ausnahme. Im Oktober feierten wir dort die Veröffentlichung des Markenbuchs „The Major German Brands – driving business by design“. Rund 80 Gäste kamen zusammen: führende Persönlichkeiten aus Design, Wirtschaft, Kultur und Politik, um die Unternehmen zu würdigen, die durch mutige Designstrategien die Kraft unserer Wirtschaft stützen und ihre Innovations- und Kreislauffähigkeit vorantreiben.
Warum Design wirtschaftlich zählt
Dies unterstrich auch Johannes Steiniger (Parlamentarischer Staatssekretär, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie) in seinem Grußwort: „Gutes Design ist kein Nice-to-have, sondern ein harter Wirtschaftsfaktor.“ Design schaffe Wiedererkennung und Vertrauen in die Qualität eines Produkts. Das Ministerium unterstütze seit langem „The Major German Brands“ und sei dort regelmäßig mit einem Vorwort vertreten.
Aus Unternehmenssicht ergänzte Mike Richter (Präsident, German Design Council):
„Für Unternehmen ist Design keine Dekoration. Es hilft, Neues zu übersetzen, damit Menschen es verstehen und akzeptieren. Im besten Fall eröffnet es damit neue Märkte.“
Marken zwischen Vision und Heritage
CEO Lutz Dietzold verdeutlichte in seiner Rede nicht nur den Anspruch des Abends, sondern auch den der German Design Council Foundation: „Für uns ist Design keine reine Stilfrage. Design ist eine strategische Kompetenz. Es verbindet Wirtschaft, Kultur und Politik. Design und Marke schmücken nicht, sie führen.“
Wie Design und Marke ineinandergreifen zeigt der German Design Council Jährlich mit der Publikation „The Major German Brands“. In diesem Buch erzählen deutsche Marken ihre Erfolgsgeschichten.
„Design und Marke schmücken nicht, sie führen.“
– Lutz Dietzold (CEO, German Design Council)
Ein Höhepunkt der Council Night war die Vorstellung ausgewählter Marken zwischen Vision und Heritage. Darunter waren:
- Eduard Gerlach (Lübbecke): Seit 1868 steht Gehwol für Fußgesundheit. Nach eigenen Angaben ist die Marke die bekannteste Fußpflegemarke Deutschlands.
- Feuerschutz Jockel (Remscheid): Das Familienunternehmen entwickelt und produziert seit über 75 Jahren Feuerlöscher und Brandschutzlösungen.
- Grohe (Hemer): Die Marke verbindet Qualität, Technologie, Design und Nachhaltigkeit in Lösungen für Bad und Küche. Seit 2014 gehört sie zu Lixil.
- Hettich (Kirchlengern): Seit rund 140 Jahren entwickelt und produziert das Familienunternehmen Funktionsbeschläge für Möbel. Tochtergesellschaften gibt es in 27 Ländern.
- Hewi (Bad Arolsen): 1929 gegründet, bietet Hewi heute Systemlösungen für Architektur und Innenarchitektur, darunter Beschläge, Sanitärprodukte und Lösungen für barrierefreies Bauen.
- Häcker Küchen (Rödinghausen und Venne): Seit 1898 produziert das Familienunternehmen Einbauküchen. PEFC-Zertifizierung und ein klimaneutrales Produktportfolio belegen die nachhaltige Produktion.
- Iraci Visuelle Medien (Neu-Ulm): Das vor über 45 Jahren gegründete Fotolabor ist heute Spezialist für großformatige Printlösungen, komplett in Deutschland gefertigt.
Die Geschichten dieser Marken inspirierten die Gäste und führten zu angeregten Gesprächen. Die Council Night brachte damit Design in den Dialog von Vertreter*innen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft.











