
Design Policy Days
Mit den Design Policy Days vom 11. bis 14. November 2026 geht das Programm der World Design Capital (WDC) Frankfurt RheinMain in seine Abschlussphase. Drei Konferenzen in Wiesbaden, Offenbach und Frankfurt untersuchen, wie Design öffentliche Dienstleistungen verbessern, gesellschaftliche Positionen sichtbar machen und politische Entscheidungsprozesse mitgestalten kann. Die Ergebnisse sollen langfristige Strukturen für die Region schaffen und Impulse für eine demokratische Zukunft geben.
When Public Service Is Designed
Den Auftakt bildet am 11. November die Konferenz „When Public Service Is Designed“ im Heimathafen Wiesbaden. Expert*innen aus Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Service Design diskutieren über bürgerzentrierte Dienstleistungen, digitale Verwaltung und Innovation im öffentlichen Sektor. Erfahrungsberichte und Prototypen aus dem WDC-Jahr zeigen, wie sich neue Ansätze erproben und dauerhaft verankern lassen. Zu den Speakers zählen Sabine Junginger (Northumbria University), Birgit Mager (Service Design Network), Martin Jordan (DigitalService des Bundes) und der Urbanist Charles Landry. Workshops des CityLAB Berlin und des EU Policy Lab ergänzen das Programm um praktische Einblicke in digitale Verwaltungsangebote, KI-Prozessen und der Zukunft Europas. Eine Abendveranstaltung in Kooperation mit dem German Design Council eröffnet das Programm der Design Policy Days offiziell und stimmt auf die folgenden Konferenztage ein.
When Form Becomes Attitude
Am 12. November rückt das Symposium „When Form Becomes Attitude“ an der Hochschule für Gestaltung Offenbach (HfG) Design als gesellschaftliche und politische Haltung in den Mittelpunkt. In Kooperation mit der HfG und dem Board of International Research in Design (BIRD) diskutieren die Beteiligten, welche Verantwortung Designer*innen im öffentlichen Raum übernehmen können und wo die Grenzen ihrer Disziplin liegen. Projektpräsentationen zu Interventionen im Stadtraum treffen auf internationale Perspektiven von Tatjana Schneider, Noemi Biassetton und Silvio Lorusso. Dabei geht es um Gestaltung zwischen gesellschaftlichem Engagement, kritischer Praxis und den prekären Bedingungen kreativer Arbeit. Zugleich fragt das Symposium nach den Grenzen der Disziplin – zwischen gesellschaftlichem Anspruch, kritischer Praxis und prekären Arbeitsbedingungen.
When Design Gets Political
Am 13. November widmet sich der dritte Konferenztag an der Goethe-Universität Frankfurt unter dem Motto „When Design Gets Political“ der Frage, wie Design in politische Entscheidungsprozesse eingebunden werden kann und inwiefern Politik selbst als Gestaltungsaufgabe zu verstehen ist. Gemeinsam mit dem Deutschen Designtag und dem Forschungszentrum „Normative Ordnungen“ untersucht die Veranstaltung, wie Gestaltung in politischen Institutionen methodisch und strukturell verankert werden kann. Drei Tracks – DEBATE, REFLECT und ACT – verbinden Diskussionen und wissenschaftliche Reflexion mit praktischen Workshops. Im Mittelpunkt stehen die institutionellen Voraussetzungen dafür, dass Design demokratische Mitgestaltung unterstützen kann.
Design Action Plan
Die Ergebnisse der Konferenzen fließen in den „Design Action Plan Frankfurt RheinMain” ein. Als politisches Vermächtnis der World Design Capital 2026 soll er Rahmenbedingungen schaffen, um die Impulse des WDC-Jahres in dauerhafte Strukturen für Politik, Verwaltung und Region zu überführen.
Am 14. November wird der „Design Action Plan” in der Frankfurter Paulskirche vorgestellt und an Politik und Gesellschaft übergeben. Zugleich geht der Titel der World Design Capital von Frankfurt RheinMain an die nächste Gastgeberstadt über, an Busan in Südkorea.

Design Policy Days
11.–14. November 2026
Wiesbaden, Offenbach und Frankfurt am Main


