Das Magazin des German Design Council
Die neue visuelle Identität des Design Museum Gent ist als dynamisches System angelegt: Alle sechs Monate wird sie von Nachwuchsdesigner*innen der KASK & Conservatorium und LUCA School of Arts neu interpretiert. © Design Museum Gent
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Grand Opening: Design Museum Gent

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Nach vier Jahren Umbauzeit öffnet das Design Museum Gent am 3. Oktober 2026 wieder seine Türen – mit einem neuen Museumsflügel und einem klaren Fokus auf die gesellschaftliche Rolle von Design in Gegenwart und Zukunft.

Das Design Museum Gent gehört zu den bedeutenden Institutionen für Design und angewandte Kunst in Europa. Nach vier Jahren Umbauzeit öffnet es am 3. Oktober 2026 wieder seine Türen – mitten in der belgischen UNESCO-Welterbestadt Gent. Mit einem neuen Konzept, einer neuen visuellen Identität und einem erweiterten Museumsgebäude schafft es Raum für Begegnung, Austausch und Experimente. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, welchen Beitrag Design zur Gestaltung unserer Gegenwart und Zukunft leisten kann.

Eine neue Richtung 

Das Design Museum Gent wurde 1903 als Museum für Designmodelle gegründet. Heute umfasst seine Sammlung rund 24.000 Objekte und reicht von Stühlen des 14. Jahrhunderts bis zu zeitgenössischen Entwürfen. 

Mit dem Umbau rückt das Museum vor allem die gesellschaftliche Rolle von Design in den Mittelpunkt. Der Blick richtet sich dabei nicht darauf, was Design ist, sondern darauf, was Design bewirken kann. Dabei versteht es sich als Ort des Wissens, des Dialogs und der Auseinandersetzung. Design wird nicht allein über Form und Funktion betrachtet, sondern als Ausdruck gesellschaftlicher Entwicklungen. Die neu konzipierte Sammlungspräsentation zeigt, wie Objekte von Vergangenheit und Gegenwart erzählen und widerspiegeln, wie wir leben, reisen und mit unserer Umwelt umgehen. Gemeinsam mit den wechselnden Ausstellungen schafft sie eine Grundlage, um Designgeschichte zu verstehen und zugleich nach möglichen Lösungen für die Zukunft zu fragen. Die erste Ausstellung „Public Matter(s): Design and Democracy“ richtet den Blick dabei auf das Verhältnis von Design und Demokratie und untersucht, wie Gestaltung gesellschaftliche Teilhabe fördern und öffentliche Räume mitprägen kann.

Der neue Flügel 

Als ehemaliges Hotel und Gasthaus ist der Ort, an dem sich heute das Design Museum Gent befindet, seit jeher ein Ort der Begegnung. Als 2015 die Pläne für den Umbau entstanden, konzipierten die Architekturbüros Carmody Groarke, ATAMA und RE-ST das Museum als „dritten Ort“ im öffentlichen Raum – als einladenden Raum, an dem Menschen zusammenkommen, lernen, gestalten und entdecken können. 

Neben der Restaurierung der denkmalgeschützten Bauten aus dem 16. bis 20. Jahrhundert entstand ein neuer Museumsflügel. Ein zentraler Innenhof und sechs flexibel nutzbare Bereiche erweitern das Museum um Räume für Vorträge, Workshops, Ausstellungen und Veranstaltungen. Wo immer möglich, wurden Materialien wiederverwendet und nachhaltige Lösungen integriert – von der klimaneutralen Holzkonstruktion bis zum innovativen „Ghent Waste Brick“, einem zirkulären Fassadenziegel, der zu 63 Prozent aus recycelten Bauabfällen aus Gent besteht. 

Aus einem fragmentierten Ensemble historischer Gebäude ist ein zukunftsorientiertes Museum entstanden, das Geschichte, zeitgenössische Architektur und Nachhaltigkeit miteinander verbindet. Auch die visuelle Identität hat einen neuen Anstrich bekommen: Alle sechs Monate wird sie von Nachwuchsdesigner*innen der KASK & Conservatorium und LUCA School of Arts neu interpretiert – und damit selbst zum fortlaufenden Experiment. 

Eröffnungsprogramm   

Begleitend zum Ausstellungsprogramm gibt es am 3. und 4. Oktober ein breites Angebot an kostenlosen Workshops, Aktivitäten und einem Designmarkt. Anschließend lädt das Design Fest Gent bis zum 11. Oktober dazu ein, Design an verschiedenen Orten in der Stadt zu entdecken. Unter dem Titel „Windows of Design“ verwandeln 33 Genter Geschäfte ihre Schaufenster in temporäre Mini-Ausstellungen und machen die Stadt so selbst zur Design-Route. 

Ausstellungsansicht, Design Museum Gent© Design Museum Gent
Das neue Zugangsportal zum Museum stammt vom Designstudio Unfold. Der "Vorhang" aus Aluminium entstand im 3D-Druck-Verfahren. Foto: Michiel De Cleene © Design Museum Gent
Hiner dem spätbarocken Innenhof des Palais de Coninck, ragt der Neubau der Architekturbüros Carmody Groarke, ATAMA und RE_ST aufFoto: Filip Dujardin © Design Museum Gent
Ausstellungsansicht, Design Museum Gent© Design Museum Gent
Werkstatt ONBETAALBAAR, Special Design ProjectFoto: Design Museum Gent
Teekannen „Via Binarii“, 2019, von Unfold mit Emerging Objects, Bauman, Dover & Ohaly, FabCraft Design Lab, Emre Can, Jonathan Keep und Keith Simpson.Foto: Anwyn Howarth
Eröffnung

Design Museum Gent

3. –  11. Oktober 2026    

Gent, Belgien     

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Ausstellung

Public Matter(s): Design and Democracy

03. Oktober 2026 – 11. April 20276

Design Museum Gent
Gent, Belgien

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