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Positionen zur Freiheit. Gestaltung und ihre Grenzen

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Freiheit gilt als zentraler gesellschaftlicher Wert – und bleibt zugleich schwer zu fassen. Eine Ausstellung im Museum Angewandte Kunst in Frankfurt am Main untersucht, wie Gestaltung Freiheit sichtbar macht und zugleich ihre Bedingungen mitbestimmt.  

Der Begriff „Freiheit“ wird häufig verwendet und ebenso häufig diskutiert. Selbst das Grundgesetz, das ihn 64 Mal erwähnt, legt keine eindeutige Bedeutung fest. Genau diese Komplexität nimmt die Ausstellung „Positionen zur Freiheit. Gestaltung und ihre Grenzen“ zum Ausgangspunkt.

Vom 14. Mai bis 28. Juni 2026 präsentiert das Museum Angewandte Kunst das interdisziplinäre Projekt im Rahmen der World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026. Initiiert wurde die Ausstellung von Designer, Kurator und Journalist Anton Rahlwes, in Partnerschaft mit the thing Magazine und USM Haller.

Die Ausstellung verbindet Auftragsarbeiten, einen internationalen Open Call sowie Beiträge aus der Museumssammlung. Ausgangspunkt ist die Frage, wie Freiheit nicht nur gedacht, sondern durch Gestaltung konkret erfahrbar wird. Objekte, Systeme und Bilder zeigen Freiheit nicht nur, sie strukturieren sie auch aktiv und beeinflussen, was möglich ist und was nicht. Die Ausstellung versteht Freiheit daher nicht als festen Zustand, sondern als Spannungsfeld zwischen Autonomie und Abhängigkeit, Individuum und Kollektiv.

     

Drei Zugänge zum Thema

Die Ausstellung gliedert sich in drei miteinander verbundene Teile:

In Zusammenarbeit mit USM Haller entwickeln Fatma Cankaya, Mawuto Dotou und Johanna Seelemann neue Arbeiten. Ausgangspunkt ist das modulare Regalsystem von USM, das sie verändern und neu interpretieren.

Ein internationaler Open Call, kuratiert von Anton Rahlwes und Vera Sacchetti, bringt weitere Beiträge aus Design, Architektur und Kunst zusammen.

Ein dritter Bereich zeigt Objekte aus der Sammlung des Museums in neuen Zusammenhängen und macht sichtbar, wie unterschiedlich Freiheit historisch und kulturell verstanden wird.

Ausstellung als kollektiver Denkraum

Ein Reader, herausgegeben von Anton Rahlwes und Nina Sieverding, vertieft die Themen der Ausstellung. Die Szenografie von Anton und Lotti Defant sowie die visuelle Gestaltung von Autostrada Studios übertragen die Inhalte in den Raum. Im Zentrum steht die Idee, dass Gestaltung, kuratorische Arbeit und Vermittlung gleichwertig zur Auseinandersetzung mit dem Thema beitragen.

Ausstellung

Positionen zur Freiheit.
Gestaltung und ihre Grenzen

14. Mai – 28. Juni 2026

Museum Angewandte Kunst
Frankfurt am Main

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