
„Zwischen Effizienz und Vertrauensverlust – wie viel KI verträgt eine Marke?“

Transparenz wird zum Vertrauensfaktor
In der exklusiven Studie sahen 1.160 Teilnehmende zwischen 16 und 55 Jahren jeweils eine von drei Versionen derselben Anzeige: eine reale, eine KI-generierte ohne Kennzeichnung und eine KI-generierte mit Kennzeichnung. Getestet wurde in zwei Branchen mit unterschiedlicher Kennzeichnungssensibilität: Bio-Lebensmittel und Unterhaltungselektronik.
Ausgewertet wurde nicht, was tatsächlich KI-generiert war, sondern was die Befragten dafür hielten. Inhalte, die als real wahrgenommen wurden, schnitten deutlich besser ab, unabhängig von ihrer tatsächlichen Herkunft. Sie wirkten authentischer, stimmiger und professioneller, lösten stärkere Emotionen gegenüber der Marke aus und erhöhten die Handlungsbereitschaft.
Auch die Kennzeichnung zahlt sich aus: Gekennzeichnete KI-Anzeigen schnitten besser ab als nicht gekennzeichnete. Bei Bio-Lebensmitteln verbesserte sie die Wahrnehmung messbar, bei Unterhaltungselektronik war der Effekt kaum spürbar, aber auch nicht negativ. In sensiblen Feldern wie Lebensmitteln, Finanzdienstleistungen oder politischer Kommunikation ist Transparenz daher unverzichtbar.
Drei Empfehlungen für die Markenpraxis
- Konsequent kennzeichnen. Auch wo die EU-Pflicht nicht greift, wirkt freiwillige Transparenz positiv auf Wahrnehmung und Kampagnenperformance.
- Reale Inhalte auszeichnen. Da Konsumierende zunehmend KI vermuten, können Labels wie „Real“, „Human Made“ oder „Von Menschen mit KI erstellt“ Vertrauen stärken.
- Vom Empfänger aus denken. Über den Erfolg einer Kampagne entscheidet nicht der Produktionsprozess, sondern die Wahrnehmung der Zielgruppe.


